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Die Portenkirche Fürstenzell ist eine ehemals zum Kloster Fürstenzell gehörige Kirche.
Der Ursprung der Fürstenzeller Portenkirche reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Sie ist typischer Bestandteil einer hochmittelalterlichen Klosteranlage der Zisterzienser in Ostbayern. Nach den strengen ursprünglichen Regeln des Zisterzienserordens durften Frauen die Klosterkirchen nur während der ersten acht Tage nach der Weihe betreten. Deshalb entstanden bei den alten Zisterzienserklöstern unmittelbar neben dem Tor, durch das man das Klosterareal betrat, kleine Kapellen, „Portenkapellen“ genannt, da sie neben der „porta“ - neben der Pforte - lagen, in denen für die Frauen, die weltlichen Bediensteten und die Menschen der Umgebung die heilige Messe gefeiert wurde. Solche Portenkirchen gibt es jetzt noch im benachbarten Aldersbach und im niederösterreichischen Zwettl.
Der erste Abt von Fürstenzell mit Namen Walther errichtete bereits im Jahre 1274, dem Gründungsjahr des Klosters, die Portenkirche und weihte sie der heiligen Margaretha. Der Chor der Portenkirche wurde unter Abt Johannes Schletterer, dessen Grabplatte aus rotem Marmor sich in der Pfarrkirche befindet, um 1490 erneuert und erhielt dabei seine hochaufragende polygonale Form. Auf einer Ansicht der Klosteranlage von Michael Wening (1723) ist erkennbar, daß dieser Teil das Langhaus beträchtlich überragte. Rund 50 Jahre nach der Veröffentlichung des Weningschen Kupferstiches erhielt die Portenkirche schließlich ihre endgültige Form. Der baufreudige Abt Otto Prasser, der von 1761 bis 1792 den Krummstab führte, ließ die Margarethenkapelle gänzlich umgestalten, wobei Teile der gotischen Wandarchitektur einbezogen wurden.
. Kloster Fürstenzell auf einem Kupferstich von Michael Wening (1723). Links unten ist die Portenkirche zu sehen.
Nach der Aufhebung des Klosters im Jahre 1803 (Säkularisation) wurde die Portenkirche in die Liste der zur Versteigerung ausgeschriebenen Objekte aufgenommen. Die Altäre wurden verkauft und der Kirchenraum als Magazin für einquartierte Soldaten und später als Heustadel und Kuhstall benutzt. Damit war das Schicksal der ehemaligen Kirche besiegelt. Zwischenzeitlich war das Eigentum am Bauwerk von der Pfarrei an die Marktgemeinde Fürstenzell übergegangen. Diese verkaufte das Objekt 1973 mit Genehmigung der Behörden an einen Geschäftsmann, der das Langhaus abriss und an seiner Stelle einen Neubau mit Geschäftsräumen und Arztpraxen errichten ließ. Die Reste der Portenkirche zu renovieren und mit neuem Leben zu erfüllen, bestimmte den Gründungsgedanken für den Förderverein FORUM CELLA PRINCIPUM e.V. Seit 2008 sind nun die Renovierungsarbeiten abgeschlossen – ein wunderschöner Begegnungsort für Kultur, Festlichkeit und Spiritualität ist entstanden.

Der gemeinnützige Bürgerverein FORUM CELLA PRINCIPUM e.V. wurde 1997 ins Leben gerufen. Ziel war es, an der Rettung, am Erhalt und an der Pflege des Fürstenzeller Kulturdenkmals Portenkirche tatkräftig mitzuwirken: 'Unser Bestreben ist es, die steinernen Zeugen unserer Geschichte und Kultur weiterhin und nachhaltig mit Leben zu erfüllen' – der Chorraum der historischen Portenkirche ist ein Zentrum des örtlichen Lebens und Miteinanders geworden.
Äußerst erfolgreich wird dieses Zentrum seit seiner Fertigstellung im Jahr 2008 für festliche Anlässe und verschiedene kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Vortragsreihen genutzt. Hochkarätige Musiker und Ensembles  aus aller Welt bieten in den regelmäßig stattfindenden Meisterkonzerten erstklassigen Genuss für alle Musikliebhaber (siehe Meisterkonzerte und Veranstaltungskalender).

Damit dieser Ort weiterhin ein Miteinander und Begegnungen möglich macht, braucht das FORUM CELLA PRINCIPUM e.v. Sie als förderndes Mitglied. Mit Ihrem (selbst festgesetzten) Jahresbeitrag, mindestens jedoch
€ 12,00 für Einzelpersonen und € 18,00 für Ehepaare, helfen Sie mit, dass für Jung und Alt ein Fürstenzeller Zentrum der Begegnung und der Kultur entstehen kann.
Es wird gebeten, den Mitgliedsbeitrag auf das Konto Nr. 464 282 74 bei der VR-Bank Fürstenzell (BLZ 740 900 00) zu überweisen. Die Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich abzugsfähig. Anschrift:
FORUM CELLA PRINCIPUM E.V. Vorstand Walter Berchtold
Mozartstraße 13, 94081 Fürstenzell,
Tel. 08502-1026
E-Mail: berchtold-walter@t-online.de

Vorstand:
Walter Berchtold Fürstenzell
1. Vorsitzender,
Ingrid Ohly Fürstenzell
Schriftführerin,
Walter Keilbart Fürstenzell Geschäftsführer,
Fritz Erbersdobler Fürstenzell Schatzmeister,
Oliver Lakota
künstlerischer Leiter

 

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